Unbemannte Produktion

ALMI verfügt seit mehr als zwanzig Jahren über unbemannte Werkzeugmaschinen, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Seit dreißig Jahren werden auch Schweißroboter eingesetzt. Und in letzter Zeit wurden Investitionen getätigt, in:

  • den Kauf neuer CNC-Verarbeitungsmaschinen
  • die Sanierung der Fabrik
  • die Installation einer Messkammer, die mit einer 3D-Messmaschine ausgestattet ist.

Darüber hinaus investiert ALMI kontinuierlich in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Dies gilt insbesondere, wenn es um die Programmierung fortschrittlicher Bearbeitungsmaschinen geht. ALMI arbeitet mit Spannvorrichtungen, die mit Nullpunkt-Spannsystemen und einem RFID-Chip (= Radio Frequency Identification) ausgestattet sind. Nicht zuletzt deshalb ist ALMI in der Lage, qualitativ hochwertige Produkte mit weniger qualifizierten Mitarbeitern herzustellen. Dadurch können die Mitarbeiter die Spann- und Einfahrzeiten deutlich reduzieren. Mit großen Vorteilen:

  • Schnell und in kleinen Mengen Teile produzieren, die den Spezifikationen entsprechen.
  • Kunden können ihre eigenen Lagerbestände reduzieren (= Kostenvorteil).
  • Kunden können Produktänderungen, z.B. als Ergebnis eines Reengineering-Prozesses, einfach umsetzen.

ALMI will diese Erfahrungen mit „Lean Thinking” in Zukunft in der eigenen Produktionsumgebung weiterentwickeln. Durch die kontinuierliche Optimierung von Engineering, Produktion und Logistik ist es möglich, einen Vorsprung zu erhalten.

Kurz gesagt, die ALMI-Philosophie definiert Smart Machining als integriertes Lean Management innerhalb der Kernaktivitäten Engineering, Produktion und Logistik. Das untenstehende Dreieck symbolisiert diese Ziele der Smart Machining:

(Screenshot)

Mit seiner auf Smart Machining ausgerichteten Betriebsführung möchte ALMI in Zukunft zur Smart Industry beitragen. In der Fachpresse wird dies auch als Industrie 4.0 bezeichnet.

Industrie 4.0

Im Grunde handelt es sich dabei um eine vernetzte Industrie von Kettenpartnern, die auf der Grundlage einer digitalen Strategie miteinander kommunizieren. Mit anderen Worten, digitale Unternehmen in digitalen Ketten. Diese so genannte vierte industrielle Revolution ist bereits in vollem Gange. Die Hannover Messe widmet diesem Thema jedes Jahr große Aufmerksamkeit. Die Fertigungsindustrie wird sich durch die neuen Möglichkeiten von IKT und Internet verändern. ALMI will darauf reagieren, um die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Lieferkette zu gewährleisten.

Status

Die Entwicklung von Industrie 4.0 wird durch die weitreichende Digitalisierung und Vernetzung von Produkten, Maschinen und Menschen vorangetrieben. Dies eröffnet ALMI und seinen Kunden in der Lieferkette neue Wege der Zusammenarbeit in den Bereichen Engineering, Produktion und Vertrieb. Sobald es eine Standardisierung und Offenheit in der gegenseitigen Vernetzung gibt, können strukturelle Veränderungen im Prozess von Design, Herstellung und Vertrieb umgesetzt werden. ALMI sieht diese Chancen und möchte sie gemeinsam mit den Partnern in der Wertschöpfungskette nutzen.

Manufacturing as a Service – MaaS

Dies ist die automatische Erweiterung der Implementierung von Industrie 4.0 oder einer Smart-Industry-Richtlinie. ALMI möchte seinen Kunden einen Mehrwert bieten, indem sie in Echtzeit über die verfügbaren Engineering- und Produktionskapazitäten informiert. Eine wichtige Voraussetzung ist eine langfristige Kundenbeziehung, die auf gegenseitigem Vertrauen und Offenheit basiert. Und natürlich eine Unternehmenskultur, die mit der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einhergeht, indem sie immer schlanker wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ALMI die Chancen dieser industriellen digitalen Revolution optimal antizipieren möchte.

 

Artikel Oost NV ALMI und Smart Industry

„Sie schauen sich besser 10 Mal um, als einmal etwas zu machen.”

Seit 1991 zeichnet sich ALMI aus Vriezenveen durch das Smart-Machining-Konzept aus. Intelligente Maschinen und Produktionsprozesse bilden die Grundlage für eine erfolgreiche, effiziente, flexible und stets qualitativ hochwertige Produktion. „Innovation ist unsere Tradition”, sagt Direktor Frank Landhuis. „Smart Technology ist ein unverzichtbares Werkzeug dafür.”

 

In welchem Fachbereich ist ALMI tätig?

„ALMI, 1946 von meinem Großvater gegründet, ist in einem Nischenmarkt tätig. Wir sind international tätig mit einer breiten Palette von Steinschneidern, Rohrausschleifern und Rohrausstanzern. Wir vertreiben diese hochwertigen Produkte weltweit über ein umfangreiches Händlernetz. Unsere Stärke ist, dass wir große und kleine Mengen schnell und flexibel produzieren und verarbeiten können. Damit sind wir an vorderster Front und können im Wettbewerb mit Billiglohnländern sehr gut bestehen.”

 

Was bedeutet Smart Industry für Sie?

„Smart Industry ist das, was wir Smart Machining nennen. Weil wir glauben, dass Sie mit intelligenten Maschinen wirklich intelligent und wettbewerbsfähig produzieren können. Seit 1946 sind wir führend bei der Anwendung innovativer Werkzeugmaschinen in innovativen Produktionsprozessen. Im Vordergrund steht die ständige Qualitäts- und Prozesskontrolle. Für uns sind die beiden untrennbar miteinander verbunden.”

 

Wie sieht die Smart Industry in der Praxis bei ALMI aus?

„ALMI setzt sich für eine effiziente und qualitativ hochwertige Produktion ein. Dies kann mit Robotern und durchdachter Logistik und Verwaltung geschehen, aber natürlich auch mit intelligenter Software wie ERP und dem Kan-Ban-System, das im direkten Kontakt mit unseren Lieferanten steht. Alles ist darauf ausgerichtet, schnell und flexibel produzieren zu können. So verfügt ALMI beispielsweise seit mehr als zwanzig Jahren über unbemannte Bearbeitungsmaschinen, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Und wir setzen seit dreißig Jahren Schweißroboter ein. Mit minimalen Umrüstzeiten der Geräte und kürzeren Montagezeiten sind wir in der Lage, Chargengrößen von einem Stück zu schweißen. Die Schweißroboter tragen außerdem zu einer konstanten Qualität bei.”

 

Brauchen Sie noch Mitarbeiter, wenn Sie alles automatisieren?

„Bei ALMI streben wir nach weniger Lieferanten, weniger Lagerbestand, weniger Papier und mehr Qualität. Dies ist nur möglich, wenn Sie Ihr gesamtes Management so intelligent wie möglich gestalten. Stellen Sie sicher, dass Sie ein Spezialist und nicht ein Generalist sind. Und immer gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern innovativ sind. Bei ALMI investieren wir kontinuierlich in die Ausbildung unserer Mitarbeiter. Wir lassen sie das tun, was sie am besten können und was sie herausfordernd finden. Die Unabhängigkeit und Multifunktionalität Ihrer Mitarbeiter ist unerlässlich, wenn Sie Smart Industry in Ihrem Unternehmen einsetzen wollen.”

 

Was können andere Unternehmen von Ihnen lernen?

„Ich sehe, dass viele Unternehmen in unserer Region noch immer nach den alten Standards produzieren. Sie können mit Asien nicht mehr konkurrieren. Durch die Innovation im eigenen Haus können Sie einen Vorsprung zurückgewinnen. Aber innovieren Sie nie nur wegen der Innovation. Es werden noch zu viele Innovationen entwickelt, die gar nicht so intelligent sind. Es ist besser, sich 10 Mal genau umzusehen, bevor man etwas einmal macht. Sie müssen kein Trendsetter sein, solange Sie am Ball bleiben. Für ALMI trägt diese Auffassung von Innovation seit 70 Jahren Früchte. Und ich teile das Wissen, das wir haben, gerne mit anderen Unternehmern.”

 

BOOST gibt der Smart Industry einen Boost

Viele Unternehmen in den östlichen Niederlanden beteiligen sich aktiv an Smart Industry. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Umsetzung von BOOST, der regionalen Aktionsplan für Smart Industry in den östlichen Niederlanden. Fünf aktive Unternehmer bilden die führende Gruppe von BOOST. Sie sind eine Quelle des Wissens und der Inspiration für andere Unternehmer im Bereich der Smart Industry. Frank Landhuis vom ALMI ist einer unserer Vorreiter.